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Wie berechnet man den Körperwasseranteil?

Was ist das: Körperwasseranteil

Der Wasseranteil zeigt das Verhältnis zwischen Wasser- und gesamter Körpermasse auf. Mit dem Wasseranteil kann eine gute erste Einschätzung über den Zustand des Körpers getroffen werden. Neben Aspekten wie dem Körperfett lässt sich auch der Körperwasseranteil messen, denn der menschliche Körper besteht zu rund 70% aus Wasser. Dieses befindet sich in zwei Flüssigkeitssystemen: Intrazellularraum und Extrazellularraum.

Im Intrazellularraum, dem Bereich innerhalb der Körperzellen, befindet sich ca. 57% des Gesamtkörperwassers. Im Extrazellularraum, das ist der Bereich außerhalb der Zellen sowie der Blutkreislauf, noch 43%. Im Körperwasser werden nicht nur Nährstoffe und Sauerstoff transportiert, sodass Organe ausreichend versorgt sind, auch Stoffwechselprodukte werden in ihm abtransportiert.

korperwasseranteil

Weshalb ist der Körperwasseranteil wichtig?

Dass Körperwasser lebenswichtig ist, braucht sicherlich nicht erklärt zu werden. Dehydration, also ein zu geringer Körperwasseranteil, zeigt sich unter anderem in einer dunklen Verfärbung des Urins sowie Trockenheit von Haut, Mund und Lippen. Zudem kann es zu Verstopfung, Übelkeit und einem Anstieg der Körpertemperatur kommen.

Ein hoher Körperwasseranteil wirkt sich positiv auf die Konzentrations- und die übrige Leistungsfähigkeit aus. Umgekehrt kann es bei einem zu hohen Anteil an Körperwasser zu einer so genannten Wasservergiftung bzw. hypotonen Hyperhydratation kommen. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn auf salzarme Kost gesetzt wird und überschüssiges Wasser nicht korrekt ausgeschieden werden kann. Wer allerdings stets auf seinen Durst hört und auf eine gesunde Wasserzufuhr achtet, hat hier nichts zu befürchten.

Bestimmung des Körperwassers

Der Wasseranteil verändert sich mit dem Lebensalter. Neugeborene haben einen Wasseranteil von ca. 75%, Erwachsene haben einen Wasseranteil von ca. 65%. Der Anteil des Gesamtkörperwassers am Körpergewicht ist bei beiden Geschlechtern unterschiedlich. Bedingt durch den Körperbau ist der Wasseranteil bei Frauen ca. 5 – 10% geringer als bei Männern, grundsätzlich bei beiden Geschlechtern bei Leistungssport der Wasseranteil ca. 5% höher, bedingt durch die höhere Muskelmasse.

leistungssport

Seitens der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden für Männer Werte zwischen 60 und 65 Prozent, für Frauen (aufgrund des höheren Fettanteils) zwischen 50 und 55 Prozent und für Kinder zwischen 60 und 75 Prozent angesetzt. Die Werte können je nach Alter stark variieren,

* bei Männern ca. 55-60% (~40 Liter)
* bei Frauen ca. 50-55% (~30 Liter)
* bei Kinder 60–75%

Frauen haben aufgrund ihres höheren Körperfettanteils einen etwas geringeren Wert. Bei übergewichtigen Personen ist der Körperwasseranteil wesentlich niedriger, da sie einen deutlich höheren Fettanteil haben als Normalgewichtige. Nach dem Essen oder Trinken sind naturgemäß höhere Werte zu erwarten, nach dem Sport und starkem Schwitzen etwas niedrigere Werte.

Wenn der Verdacht auf Dehydratation vorliegt, erweist sich eine Bestimmung des Körperwassers als hilfreich. Darüber, welche Werte hier erreicht werden sollten bzw. als normal gelten, existieren stark schwankende Angaben. Dies hat auch damit zu tun, dass Leistungssportler etwa rund 5% mehr Körperwasseranteil benötigen, da die Muskelmasse höher ist.

Wie wird der Körperwasseranteil ermittelt?

Das Gesamtkörperwasser kann mit Hilfe der Massenspektrometrie aus dem Deuterium- oder Tritiumgehalt der expirierten Atemluft bestimmt werden. Es handelt es sich um eine von Wissenschaftlern weltweit anerkannte Messmethode, bei der schwacher, für den Menschen nicht spürbarer, Strom durch den Körper geleitet wird. Dabei macht man sich die Erkenntnis zu Nutze, dass Strom leichter durch die Muskulatur fließt als durch Körperfett. Der gemessene Fließwiederstand gibt Auskunft über den Körperwasseranteil.

massenspektrometrie-gerat

Der Testperson wird dazu eine bekannte Dosis Deuterium- (D2O) oder Tritium-Wasser (T2O) zugeführt. Nach 3-6 Stunden liegt eine gleichmäßige Verteilung des markierten Wassers im Körper vor. Aus dem Isotopengehalt des Wassers der Atemluft kann dann die Isotopen-Verdünnung im Körperwasser bestimmt und damit die Wassermenge selbst berechnet werden.

Quelle:
http://www.bmi-rechner.net
http://www.paradisi.de
http://www.gesundheit.de
https://de.wikipedia.org

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