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Wieviel Gehaltszuschläge gibt es bei Feiertagsarbeit?

Viele Deutsche müssen auch dann arbeiten, wenn andere die Füße hochlegen. Nach Erhebungen des Statistischen Bundesamts arbeitet mehr als jeder vierte Erwerbstätige auch sonn- oder feiertags (Feiertagsarbeit).  Tendenz steigend. Aber der Arbeitgeber darf Mitarbeiter nicht grenzenlos einspannen.

Feiertagsarbeit

Grundsätzlich darf laut dem Arbeitszeitgesetz an Sonn- und Feiertagen überhaupt nicht gearbeitet werden (Paragraf 9). Laut dem Gesetz gibt es aber zahlreiche Ausnahmen. So ist Sonn- und Feiertagsarbeit erlaubt, wenn Mitarbeiter etwa in Gaststätten, Krankenhäusern, in der Landwirtschaft oder bei Verkehrsbetrieben arbeiten.

feiertagsarbeit

Ist die Sonn- und Feiertagsarbeit in der Branche aber grundsätzlich erlaubt, dürfen Chefs ihre Mitarbeiter nicht grenzenlos einsetzen. Mindestens 15 Sonntage im Jahr müssen beschäftigungsfrei bleiben (Paragraf 11). Bei den Feiertagsdiensten gibt es keine Obergrenze.

Beschäftigte haben grundsätzlich kein Anspruch auf Sonn- und Feiertagszuschläge. Ein entsprechender Zuschlag kann aber im Arbeits- oder Tarifvertrag geregelt sein. Ist dort was zu finden, gibt es auch mehr Gehalt. Kurz: Wer an gesetzlichen Feiertagen, nachts oder am Sonntag arbeitet, bekommt oft Gehaltszuschläge.

Mit dem Zuschlag zum Grundlohn soll die Leistung des Arbeitnehmers zu Zeiten, an denen die Mehrheit der Beschäftigten arbeitsfrei hat, finanziell vom Arbeitgeber honoriert werden. Der Staat seinerseits verzichtet auf die Lohnbesteuerung des Zuschlags; in Deutschland wird der Zuschlag zudem teilweise sozialversicherungsfrei gestellt. Zuschläge für Sonntags-, Feiertags- und Nachtarbeit sind nur lohnsteuerfrei für tatsächlich geleistete Arbeit.

Feiertagsregelungen

Die Feiertagsregelungen sind in Deutschland von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. Viele Feiertage sind bundeseinheitlich. Es gibt je nach Bundesland zwischen 9 und 13 gesetzliche Feiertage. Gesetzliche Feiertage sind unter anderen Neujahr, Karfreitag, der Tag der Deutschen Einheit und natürlich auch der 1. und 2. Weihnachtstag.

Dazu kommen einige spezielle Feiertage in bestimmten Städten und Regionen, wie der Rosenmontag oder Fastnachtsdienstag. Der Buß- und Bettag nur noch in Sachsen gesetzlicher Feiertag, während er in den meisten Bundesländern ein gesetzlich geschützter Feiertag ist, der eine Freistellung zum Besuch des Gottesdienstes ermöglicht.

Neben diesen bundesweit geltenden gesetzlichen Feiertagen gibt es in einigen Bundesländern zusätzliche gesetzliche Feiertage, wie zum Beispiel „Heilige drei Könige“ am 6. Januar in Bayern. Die Anzahl der gesetzlichen Feiertage in Bayern ist übrigens am höchsten in Deutschland.

Gehaltszuschläge

Der Zuschlag bleibt steuerfrei, soweit er den folgenden Anteil des Grundlohns nicht übersteigt:

** 25% für Nachtarbeit (20 Uhr – 6 Uhr)
** 50% für Sonntagsarbeit (0 Uhr – 24 Uhr)
** 125% für Arbeit an gesetzlichen Feiertagen am Arbeitsort sowie am 31. Dezember ab 14 Uhr
** 150% für besondere Feiertagsarbeiten (24. Dezember ab 14 Uhr, 25. und 26. Dezember und 1. Mai)

gehaltszuschlage

Wenn die Nachtarbeit vor 0 Uhr aufgenommen wird, sind abweichend folgende Sätze steuerfrei:

** 40% für Nachtarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr
** 50% für Sonntagsarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr (wenn der vorherige Tag ein Sonntag war)
** 125% für Feiertagsarbeit in der Zeit von 0 bis 4 Uhr (wenn der vorherige Tag ein Feiertag war)
** 150% für Feiertagsarbeit in der Zeit von 0 Uhr bis 4 Uhr (wenn der vorherige Tag ein besonderer Feiertag war)

Schlußbemerkung:
Nachtzeit im Sinne des Arbeitszeitgesetz ist die Zeit von 23 bis 6 Uhr, in Bäckereien und Konditoreien die Zeit von 22 bis 5 Uhr.

Quelle:
http://www.refrago.de
http://www.spiegel.de/karriere
https://de.wikipedia.org

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