Wie berechnet man Vollzeitäquivalent?

Wissenswertes um Vollzeitäquivalent

Das Vollzeitäquivalent (Abkürzung: VZÄ bzw. FTE = Full Time Equivalent) gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Vollzeitäquivalent ist eine relative Maßeinheit für die Ressourcenkapazität.

Ein VZÄ drückt aus, wie viel Arbeitszeit ein Vollzeitbeschäftigter vertraglich zu leisten hat. Beispielsweise werden Teilzeitarbeitsplätze ins Verhältnis zu einer Vollzeitbeschäftigung gesetzt. Fazit; Unter einem VZÄ wird die Sollkapazität ausgedrückt in Vollzeitplanstellen verstanden, die sich aus dem Verhältnis zwischen der an der Planstelle hinterlegten und der für die übergeordnete Organisation  ergibt.

Das Vollzeitäquivalent ist daher eine Kennzahl, die unter anderem im Personalmanagement zur Anwendung kommt. VZÄ gibt an, wie viele Vollzeitstellen sich rechnerisch bei einer gemischten Personalbelegung mit Teilzeitbeschäftigten ergeben. Es handelt sich um eine hypothetische Größe, die besagt, wie hoch die Zahl der Erwerbstätigen wäre, wenn es nur Vollzeitarbeitsplätze gäbe.

Vollzeitäquivalent

Beispiel

1 Vollzeitkraft mit 40 Stunden
1 Teilzeitkraft mit 31 Stunden
1 Teilzeitkraft mit 37 Stunden
VZÄ = (40 + 31 + 37) / 40 = 108 / 40  = 2,7

Die Anzahl der Erwerbstätigen sagt allein noch nichts über den tatsächlichen Arbeitsumfang aus. Durch die Zunahme von Teilzeitbeschäftigung bleibt die Entwicklung der Vollzeitäquivalente hinter der Anzahl der Beschäftigten zurück.

VZÄ berechnen

VZÄ ist eine Einheit, die äquivalent zur Arbeitsbelastung eines Vollzeit-Mitarbeiters ist. Es ist das Verhältnis der Zahl der bezahlten Arbeitsstunden durch die Anzahl der Arbeitsstunden in einem Zeitraum. Es wird verwendet, um Mitarbeiter, unabhängig von der Differenz der Gesamtarbeitszeit, zu quantifizieren.

Derzeit werden saisonale und Zeitarbeiter von der Gesamt-Vollzeitäquivalent-Berechnung ausgeschlossen. Solche Personen sind als Mitarbeiter in das Vollzeitäquivalent einzubeziehen: mitarbeitende Eigentümer, alle Angestellten und Arbeiter, Leasingpersonal und freie Mitarbeiter.

VZÄ Formel:
(Anzahl der Mitarbeiter * Beschäftigungsausmaß pro Stunde) / Stunde pro Woche

1.Schritt
Berechne die Anzahl der Stunden, die von Vollzeit-Angestellten pro Zeitraum geleistet werden. Ein Vollzeit-Angestellter ist jemand, der minimal 30 Stunden und maximal 40 Stunden jede Woche für mehr als 120 Tage jedes Jahr arbeitet.

Multipliziere die Anzahl der Angestellten mit 40 (= 8 Stunden pro Tag mal 5 Tage pro Woche: Montags bis Freitags).
Beispiel: 6 Vollzeit-Angestellte: 6 * 40 = 240 Stunden.

2.Schritt
Bestimme die Anzahl der Stunden, die von den Teilzeit-Angestellten geleistet werden. Das gilt für Unternehmen, die sowohl Vollzeit- als auch Teilzeit-Angestellte haben.

Multipliziere die Gesamtzahl der Wochenstunden mit der Anzahl der Wochen, die jeder Teilzeit-Angestellte geleistet hat.
Beispiel:
1 Teilzeit-Angestellter hat 15 Stunden pro Woche gearbeitet: 1 * 15 = 15 Stunden
2 Teilzeit-Angestellte haben jeweils 20 Stunden pro Woche gearbeitet: 2 * 20 = 40 Stunden

Addiere die Ergebnisse, um die Gesamtstunden zu erhalten.
Beispiel: 15 + 40 = 55 Teilzeit-Stunden

3.Schritt
Addiere die Stunden der Vollzeit- und Teilzeit-Angestellten. Das ist dann die Gesamtstundenzahl, die von allen Angestellten geleistet wurden.
Beispiel: 240 (Vollzeit) + 55 (Teilzeit) = 295 Gesamtstunden.

4.Schritt
Teile die geleistete Gesamtstundenzahl durch die Anzahl der Vollzeit-Stunden. Damit wird die VZÄ des Unternehmens für einen bestimmten Zeitraum bestimmt.

Ergebnis VZÄ wöchentlich:
Berechnet mit 30 Std. pro Woche: 295/30 = 9,83
Berechnet mit 35 Std. pro Woche: 295/35 = 8,43
Berechnet mit 40 Std. pro Woche: 295/40 = 7,38

 

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki
https://www.projektmagazin.de
http://www.goquestion.net

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *