Wie berechnet man Jahresüberschuss?

Jahresüberschuss Einleitung

Der Jahresüberschuss (= EAT : Earnings After Taxes, Gewinn nach Steuern) ist der Nettogewinn (das positive Ergebnis) eines Geschäftsjahres eines Unternehmens, der sich als Saldo aller Erträge und Aufwendungen ergibt. Man spricht von einem Jahresfehlbetrag, wenn das Jahresergebnis negativ ist. Erzielt ein Unternehmen einen positiven betriebswirtschaftlichen Erfolg, erfolgt der Ausweis im Jahresabschluss als EAT. Ihn bezeichnet der Volksmund als Gewinn.Jahresüberschuss

EAT ist der Saldo aus Aufwand und Ertrag, also der Wertezuwachs eines Jahres bei einer Aktiengesellschaft (AG). EAT ist also das, was die AG verdient hat. EAT entsteht aus dem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie dem außerordentlichen Ergebnis nach Abzug der Einkommens- und Ertragssteuern.

Als EAT wird der Gewinn im Jahresabschluss bezeichnet und lässt sich auf zwei Arten berechnen:
(1) EAT = Ertrag – Aufwand, und
(2) EAT = Eigenkapital am Periodenende – Eigenkapital am Periodenbeginn + Ausschüttungen an Anteilseigner – Einzahlungen von Anteilseignern.

Bilanzgewinn
EAT des Abschlussjahres
 + Gewinnvortrag / Verlustvortrag (aus vorangegangenen Jahren)
 - Einstellung in Kapital- und Gewinnrücklagen
 + Entnahmen aus Rücklagen
 = Bilanzgewinn
EAT
 + außerordentliche Aufwendungen
 – außerordentliche Erträge
 – fiktive Steuern auf außerordentliche Aufwendungen
 + fiktive Steuern auf außerordentliche Erträge
 = bereinigter EAT

Der bereinigte Jahresüberschuss ist eine betriebswirtschaftliche Kennzahl, die einmalige Sondereffekte aus dem Jahresüberschuss eines Unternehmens herausrechnet.

Rechnungsbeispiele

1.Beispiel

Ein Betrieb hat einen Jahresüberschuss von 200.000€ erwirtschaftet, im Vorjahr wurden 100.000€ vorgetragen. Der Geschäftsführer hat entschieden, dass 160.000€ als Gewinnrücklagen eingestellt werden. Die Anteilseigner entscheiden, dass 40.000€ ausgeschüttet werden, und 100.000€ auf neue Rechnung vorgetragen werden (nach der Verbuchung dieses Vorganges stehen im nächsten Jahr 100.000€ als Gewinnvortrag zur Verfügung).

Der Bilanzgewinn ist = Jahresüberschuss + Gewinnvortrag – Gewinnrücklage,

wobei:
Jahresüberschuss = 200.000€
Gewinnvortrag = 100.000€
Gewinnrücklage = -160.000€
Der Bilanzgewinn ist also = 200.000€ + 100.000€ -160.000€ = 140.000€

mit anderen Worten:
Jahresüberschuss = Bilanzgewinn – Gewinnvortrag + Gewinnrücklage

2.Beispiel (Gewinn- und Verlustrechnung)

3.Beispiel (Jahresfehlbetrag)

In einem Geschäftsjahr werden Erträge in Höhe von 200.000€ erzielt, wohingegen die Aufwendungen nach Steuern eine Gesamtsumme von 270.000€ ergeben. Anhand der Formel ergibt sich somit ein Jahresergebnis von -70.000€ (dies entspricht einen Jahresfehlbetrag von -70.000€).

4.Beispiel (Bilanzgewinns)

Die Aktiengesellschaft „AAA“ erwirtschaftete in der abgelaufenen Geschäftsperiode einen Überschuss von 60.000.000€. Dabei muss es aber einen Verlust aus der Vorperiode von 28.000.000€ ausgleichen. Damit die Aktionäre diesen Verlust über eine niedrigere Dividende nicht zu spüren bekommen, entnimmt der Vorstand noch 15.000.000€ aus den Kapitalrücklagen und 3.000.000€ aus den Gewinnrücklagen.

Bilanzgewinn = Jahresüberschuss – Verlust aus der Vorperiode + Kapitalrücklagen + Gewinnrücklagen

wobei:
Jahresüberschuss = 60.000.000€
Verlust aus der Vorperiode = 28.000.000€
Kapitalrücklagen = 15.000.000€
Gewinnrücklagen = 3.000.000€

Daher ergibt sich folgender Bilanzgewinn:
60.000.000€ – 28.000.000€ + 15.000.000€ + 3.000.000€ = 50.000.000€

 

Quelle:
https://de.wikipedia.org/wiki

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