Wie berechnet man Jahresgehalt? (Wenn man…

… Stunden- und Monatslohn kennt)

Einführung

Der Begriff Jahresgehalt umfasst alle Zahlungen, die Du als Arbeitnehmer während eines Kalenderjahres erhalten hast. Dazu zählen das Urlaubsentgelt sowie Weihnachtsgeld.

Anhand des Jahresgehaltes wird die tatsächlich zu zahlende Einkommenssteuer berechnet. Wenn mit Deinem Jahresgehalt zu viel Steuern einbehalten wurden, erfolgt eine Zurückzahlung des Guthabens. Andererseits können auch Steuern gefordert werden, wenn mit dem Jahresgehalt zu wenig Steuern berechnet wurden.

Jahresgehalt

Beim Vorstellungsgespräch wird immer über das Jahresgehalt verhandelt, nicht über das Monatsgehalt. Das Jahresgehalt solltest Du deshalb angeben, weil es nicht zwingend dem Bruttomonatsgehalt mal zwölf entspricht. Erkundige Dich beispielsweise, ob es ein dreizehntes Jahresgehalt in der Firma gibt. Oder wie sieht es mit anderen Vergünstigungen und Zahlungen aus. Normalerweise bekommen auch nur diejenigen Mitarbeiter das 13. Monatsgehalt, die gegen Jahresende noch in der Firma tätig sind. Kündigst Du früher, geht dieses Geld für Dich verloren.

jahresgehalt

Bruttojahresgehalt

Wenn vom Jahresgehalt die Rede ist, meint man damit das Bruttojahresgehalt, das ein Angestellter bei einem Unternehmen verdient. Dein Jahresgehalt ist die Berechnungsgrundlage für Deine Steuern und Deine Sozialabgaben.

Die Berechnung

Du kannst das Monatsgehalt 12mal oder 13mal im Jahr kriegen. Wenn Du als Angestellter auf Stundenbasis bezahlt wirst, kann es nützlich sein, diesen Stundenlohn auf ein Jahreseinkommen hochzurechnen. Falls Du unterschiedlich viele Stunden pro Woche arbeitest, zeichne Deine Arbeitsstunden auf. Schreibe jeden Tag Deine Arbeitsstunden auf. Berechne am Ende jeder Woche, wie viele Stunden Du gearbeitet hast. Dafür kannst Du einfach ein Notizbuch verwenden. Wenn Deine Arbeitsstunden stark von Woche zu Woche schwanken, solltest Du sie über einen längeren Zeitraum aufzeichnen. Anschließend kannst Du einen Durchschnittswert bilden.

harte-arbeit

Bestimme, wie viele Überstunden Du machst. In vielen Ländern (z.B. den USA oder Österreich) gilt, dass wenn Du innerhalb von 7 Tagen mehr als 40 Stunden arbeitest, Dein Arbeitgeber Dir diese Überstunden mit einem eineinhalbfachen Satz vergüten muss. Überstunden sind in Deutschland nicht allgemein geregelt! Du solltest Dich deswegen vorher in Deinem Tarifvertrag informieren und die Rechnung entsprechend anpassen. Für jede Überstunde wird Dir eine zusätzliche halbe Stunde angerechnet.

Die Formel für die Berechnung ist:

Bezahlte Arbeitsstunden pro Woche =
tatsächliche Arbeitsstunden + [0,5 x (tatsächliche Arbeitsstunden – 40)]

Nehmen wir z.B. an, Du hast in einer Woche 48 Stunden gearbeitet. Das bedeutet, Du hast 8 Überstunden. Multiplizieren wir 8 mit 0,5. Dadurch bekommen wir 4 zusätzlich bezahlte Stunden. Addieren wir diese also zu den 48 Arbeitsstunden, ergeben sich dadurch 52 bezahlte Arbeitsstunden in dieser Woche, anstatt den 48.

Berechne dann, wie viele Stunden Du pro Jahr arbeitest. Danach kannst Du Dein Jahresgehalt berechnen. Dazu multipliziere Deine Gesamtarbeitsstunden mit Deiner Stundengehalt. Dann gibt es wahrscheinlich noch (oder eben nicht) Urlaubsgeld, Gewinnbeteiligungen, Schicht- und Feiertagszuschläge, bezahlte (oder unbezahlte) Zeit auf Betriebsfeiern, unterschiedlich viel bezahlten betriebliche Altersvorsorge, Urlaub, Trinkgelder, Schulungen, subventionierte Betriebskantinen, Dienstfahrzeuge oder Bahncards usw. Addiere alles zusammen. Es ergibt dann Dein wirkliches Jahresgehalt!

 

Quelle:
http://www.karista.de
https://www.nettolohn.de
http://de.wikihow.com

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