Wie berechnet man Überstundenvergütung?

Einführung über Überstundenvergütung

Die Stunden, die ein Mitarbeiter über seine individuell geltende Arbeitszeit hinaus leistet, sind Überstunden. Die Berechnung von Überstundenvergütung richtet sich daher danach, ob der Arbeitnehmer einen festen Lohn pro Stunde oder ein festes Gehalt pro Monat erhält.

Mache Dich das Leben einfacher indem Du von Anfang an Klarheit schaffst, d.h. eine Überstundenregelung in Deinen Arbeitsvertrag aufnehmen. Dies hat auch den Vorteil, dass Du die Überstunden nicht nur in Notfallsituationen verlangen darfst!

Überstundenvergütung

Die Berechnungen

Es existieren zwei Möglichkeiten, wie Du Deine Überstundenvergütung berechnen kannst.

1. Du als Arbeitnehmer wirst nach Stunden bezahlt (Stundenlohn). Für jede gemachte Stunde Mehrarbeit wird den gleichen Lohn pro Stunde in brutto bezahlt. Wurde im Vorfeld ein Zuschlag vereinbart, muss dieser ebenfalls gezahlt werden (ein Überstundenzuschlag von z.B. 15 %).

2. Du als Arbeitnehmer erhältst ein festes Gehalt pro Monat, welches sich nicht an den geleisteten Stunden orientiert. Bei einer festen Vergütung pro Monat, die unabhängig von den gearbeiteten Stunden aufgebracht werden muss, sollten Arbeitgeber zuerst den jeweiligen Stundenlohn in brutto herausfinden, bevor sie die Überstunden berechnen können. Es existieren dabei 2 Methoden, wie die Berechnung der Überstunden vonstattengehen kann. Liegt ein Tarifvertrag vor, muss die darin erwähnte Methode verwendet werden.

Die 2 Methoden

Methode 1
Teile das dreifache Gehalt in brutto im Monat durch 13 Wochen und das Ergebnis aus dieser Berechnung erneut durch die Anzahl der Stunden in der Woche.

Formel:
Bruttostundenlohn = (Bruttomonatsgehalt * 3 / 13) / Wochenstunden

Methode 2
Multipliziere die Stunden in der Woche mit dem Faktor 4,325, um die durchschnittliche Anzahl der Arbeitsstunden im Monat zu erhalten. Teile danach den monatlichen Bruttolohn durch das Ergebnis.

Formel:
Bruttostundenlohn = Bruttomonatsgehalt / (Wochenstunden * 4,325)

Anmerkung: Beide Methoden, die Du benutzen kannst, um die Entlohnung der Überstunden zu berechnen, kommen in etwa auf das gleiche Ergebnis. Wurden im Vorfeld noch Zuschläge ausgehandelt, kommen diese noch hinzu. Siehe einen ausführlichen Artikel über Jahresgehalt: hier.

Rechnungsbeispiele

1.Beispiel
Du verdienst bei einer 39-Stunden Woche 2800€ brutto im Monat. Du hast im letzten Monat 12 Überstunden geleistet. Der Überstundenzuschlag beträgt 20 %. Deine Bruttostundenvergütung beträgt somit: (2800€ * 3 / 13) / 39 Stunden = 16,57€ . Bei einem 20 %igen Überstundenzuschlag und 12 Überstunden bekommst Du zusätzlich: 16,57€ * 125 % * 12 = 248,55€ brutto vergüten.

2.Beispiel
Du hast pro Woche 40 Arbeitsstunden und verdienst 2900€ brutto monatlich. Pro geleistete Überstunde muss Dein Arbeitgeber Dir diesen Betrag auszahlen:
Nach Methode 1: (2900€ * 3 / 13) / 40 = 16,73€ Stundenlohn in brutto.
Nach Methode 2: 2900€ / (40 * 4,325) = 16,76€ Stundenlohn in brutto.

3.Beispiel
Du verdienst bei einer 35-Stunden Woche 3100€ brutto im Monat. Du hast im letzten Monat 25 Überstunden geleistet. Der Überstundenzuschlag beträgt 35 %. Die durchschnittliche Monatsstundenzahl beträgt nach Methode 2: 35 Stunden * 4,325 = 151 Stunden gerundet. Deine Bruttostundenvergütung beträgt somit: 3100€ / 151 Stunden = 20,53€ . Bei einem 35 %igen Überstundenzuschlag und 25 Überstunden bekommst Du somit: 20,53€ * 135 % * 25 = 692,89€ brutto zusätzlich vergüten.

Übrigens: Viele Arbeitgeber möchten die Vergütung für gemachte Überstunden zwar auszahlen, das Berechnen dieser gestaltet sich jedoch oft etwas umständlich. Aus diesem Grund entscheiden sich einige Arbeitgeber für eine Pauschalvergütung, um die Überstunden nicht mehr berechnen zu müssen. Mitarbeiter dürfen dadurch jedoch nicht benachteiligt werden. Die Pauschale muss eine angemessene Gegenleistung für die Überstunden darstellen.

 

Quelle:

Arbeitsrecht: Welche Rechte haben Arbeitgeber und Arbeitnehmer?

Wie berechnet man Jahresgehalt? (Wenn man…

… Stunden- und Monatslohn kennt)

Einführung

Der Begriff Jahresgehalt umfasst alle Zahlungen, die Du als Arbeitnehmer während eines Kalenderjahres erhalten hast. Dazu zählen das Urlaubsentgelt sowie Weihnachtsgeld.

Anhand des Jahresgehaltes wird die tatsächlich zu zahlende Einkommenssteuer berechnet. Wenn mit Deinem Jahresgehalt zu viel Steuern einbehalten wurden, erfolgt eine Zurückzahlung des Guthabens. Andererseits können auch Steuern gefordert werden, wenn mit dem Jahresgehalt zu wenig Steuern berechnet wurden.

Jahresgehalt

Beim Vorstellungsgespräch wird immer über das Jahresgehalt verhandelt, nicht über das Monatsgehalt. Das Jahresgehalt solltest Du deshalb angeben, weil es nicht zwingend dem Bruttomonatsgehalt mal zwölf entspricht. Erkundige Dich beispielsweise, ob es ein dreizehntes Jahresgehalt in der Firma gibt. Oder wie sieht es mit anderen Vergünstigungen und Zahlungen aus. Normalerweise bekommen auch nur diejenigen Mitarbeiter das 13. Monatsgehalt, die gegen Jahresende noch in der Firma tätig sind. Kündigst Du früher, geht dieses Geld für Dich verloren.

jahresgehalt

Bruttojahresgehalt

Wenn vom Jahresgehalt die Rede ist, meint man damit das Bruttojahresgehalt, das ein Angestellter bei einem Unternehmen verdient. Dein Jahresgehalt ist die Berechnungsgrundlage für Deine Steuern und Deine Sozialabgaben.

Die Berechnung

Du kannst das Monatsgehalt 12mal oder 13mal im Jahr kriegen. Wenn Du als Angestellter auf Stundenbasis bezahlt wirst, kann es nützlich sein, diesen Stundenlohn auf ein Jahreseinkommen hochzurechnen. Falls Du unterschiedlich viele Stunden pro Woche arbeitest, zeichne Deine Arbeitsstunden auf. Schreibe jeden Tag Deine Arbeitsstunden auf. Berechne am Ende jeder Woche, wie viele Stunden Du gearbeitet hast. Dafür kannst Du einfach ein Notizbuch verwenden. Wenn Deine Arbeitsstunden stark von Woche zu Woche schwanken, solltest Du sie über einen längeren Zeitraum aufzeichnen. Anschließend kannst Du einen Durchschnittswert bilden.

harte-arbeit

Bestimme, wie viele Überstunden Du machst. In vielen Ländern (z.B. den USA oder Österreich) gilt, dass wenn Du innerhalb von 7 Tagen mehr als 40 Stunden arbeitest, Dein Arbeitgeber Dir diese Überstunden mit einem eineinhalbfachen Satz vergüten muss. Überstunden sind in Deutschland nicht allgemein geregelt! Du solltest Dich deswegen vorher in Deinem Tarifvertrag informieren und die Rechnung entsprechend anpassen. Für jede Überstunde wird Dir eine zusätzliche halbe Stunde angerechnet.

Die Formel für die Berechnung ist:

Bezahlte Arbeitsstunden pro Woche =
tatsächliche Arbeitsstunden + [0,5 x (tatsächliche Arbeitsstunden – 40)]

Nehmen wir z.B. an, Du hast in einer Woche 48 Stunden gearbeitet. Das bedeutet, Du hast 8 Überstunden. Multiplizieren wir 8 mit 0,5. Dadurch bekommen wir 4 zusätzlich bezahlte Stunden. Addieren wir diese also zu den 48 Arbeitsstunden, ergeben sich dadurch 52 bezahlte Arbeitsstunden in dieser Woche, anstatt den 48.

Berechne dann, wie viele Stunden Du pro Jahr arbeitest. Danach kannst Du Dein Jahresgehalt berechnen. Dazu multipliziere Deine Gesamtarbeitsstunden mit Deiner Stundengehalt. Dann gibt es wahrscheinlich noch (oder eben nicht) Urlaubsgeld, Gewinnbeteiligungen, Schicht- und Feiertagszuschläge, bezahlte (oder unbezahlte) Zeit auf Betriebsfeiern, unterschiedlich viel bezahlten betriebliche Altersvorsorge, Urlaub, Trinkgelder, Schulungen, subventionierte Betriebskantinen, Dienstfahrzeuge oder Bahncards usw. Addiere alles zusammen. Es ergibt dann Dein wirkliches Jahresgehalt!

 

Quelle:
http://www.karista.de
https://www.nettolohn.de
http://de.wikihow.com

Wie man Stundenlohn berechnet, wenn man….

.. jährlichen und monatlichen Lohn kennt.

Kurze Einleitung

Der Zeitlohn ist eine Form des Arbeitsentgeltes, bei welcher der Arbeitnehmer ausschließlich auf Basis der geleisteten Arbeitszeit sein Entgelt erhält. Vom Stundenlohn spricht man, wenn es sich bei der zugrunde gelegten Einheit um die Stunde handelt.

niedriglohnsektor

Stundenlohn & Kalkulationslohn

Der Stundenlohn ist der Betrag für die Entlohnung geleisteter Arbeitszeit. Er wird im Arbeits- bzw. Tarifvertrag festgelegt und dient im Garten- und Landschaftsbau als Basis zur Ermittlung des Kalkulationslohns. Hingegen wird der Kalkulationslohn auf Basis des Stundenlohns unter Berücksichtigung der Soziallöhne und Sozialkosten errechnet. Mit diesem Formel:

“Kalkulationslohn = Stundenlohn + Soziallöhne + Sozialkosten”

rechnet man den Kalkulationslohn und dieser wird im Rahmen der Einzelkosten innerhalb der Vorkalkulation als Grundlage für die Preisermittlung einer Position verwendet.

Spitzenkräfte reden gern über ihr Jahreseinkommen, das sie in einer exponierten Position verdienen, Niedriglöhner rechnen die kleinen Stundenlöhne von zwei oder drei Jobs zusammen. Für beide Gruppen und auch die Arbeitnehmer und Selbstständigen, die durchschnittlich verdienen, ist ein Stundenlohnrechner höchst interessant.

Fakten

In vielen Fällen wird der Lohn auf Stundenbasis berechnet, vor allem in gewerblichen und handwerklichen Berufen. Diese Form der Arbeitsvergütung ist weit verbreitet, auch bei Nebenjobs.

handwerkliche-berufeAusschlaggebend ist am Ende des Monats, wie viele Stunden effektiv abgeleistet wurden. Hat ein Monat beispielsweise aufgrund von vielen Feiertagen weniger Werktage, kann sich das negativ auf den Monatslohn auswirken, wenn an diesen Tagen nicht gearbeitet wird. Im Vergleich zum festen Gehalt schwankt deshalb das monatliche Arbeitsentgelt, wenn der Lohn von der Anzahl der Stunden abhängt.

Viele Menschen dürften sich wundern, was sie denn real wirklich verdienen und welcher Job sich lohnt, welcher eher nicht. Hinzu kommt die Diskussion darüber, wie viel real wirklich gearbeitet wird. Viele deutsche Arbeitnehmer leisten regelmäßig unbezahlte Überstunden, lange Fahrtwege kommen hinzu. Betroffen sind besonders oft Vollzeitbeschäftigte. Das Gehalt relativiert sich dadurch schnell.

So berechnet man..

Wirst du nach einem festen Lohn am Ende deines Monats bezahlt, muss die Höhe deines Arbeitsentgelt im Arbeitsvertrag genannt werden. Was jedoch nicht explizit genannt wird, ist dein Stundenlohn. Wenn du wissen möchtest, was du eigentlich pro Stunden verdienst, also was deine Arbeit pro Stunde deinem Arbeitgeber wert ist, musst du deinen Stundenlohn wie folgt berechnen:

Stundenlohn (brutto) = 3 × Dein Monatslohn (brutto) ÷ 13 ÷ die Anzahl Deiner wöchentlichen Arbeitsstunden

4 Beispiele:

  1. Brutto-Monatslohn = 2.500 €. Brutto-Stundenlohn bei einer 38-Stunden-Woche = 15,18 €
  2. Brutto-Monatslohn = 3.800 €. Brutto-Stundenlohn bei einer 35-Stunden-Woche = 25,05 €
  3. Brutto-Monatslohn = 4.200 €. Brutto-Stundenlohn bei einer 35-Stunden-Woche = 27,69 €
  4. Brutto-Monatslohn = 5.800 €. Brutto-Stundenlohn bei einer 32-Stunden-Woche = 41,83 €
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stundenlohn-rechner2Der tatsächliche Stundenlohn

Wie das 3.Beispiel zeigt, hast du einen Lohn von 27,69 Euro pro Stunde, wenn du im Monat 4.200 Euro brutto verdienst. Das hört sich ziemlich ordentlich an. Doch was in diese Berechnung nicht miteinfließt, ist die Anzahl der Überstunden, die du ableistest. In vielen Unternehmen ist zwar eine 40-Stunden-Woche vertraglich geregelt, doch oftmals kommen die Arbeitnehmer dennoch auf bis zu zehn Stunden mehr die Woche, die nicht anerkannt und damit nicht bezahlt werden. Der Lohn/Stunde als Grundlage für das Abrechnungssystem beim Arbeitsentgelt ist heute fast so weit verbreitet wie das Monatsgehalt. Der große Unterschied zum Monatsgehalt findet sich beim Stundenlohn in der Berechnung. Hierbei werden die tatsächlich geleisteten Arbeitsstunden zugrunde gelegt.

 

Quelle:
https://www.bbx.de
https://www.absolventa.de
https://wiki.dataflor.de
https://de.wikipedia.org