So findest und berechnest Du Deinen Nettolohn

Einführung über Nettolohn

Wer als Angestellter erwerbstätig ist, bekommt von seinem ursprünglichen Gehalt jeden Monat einen Teil abgezogen. Der Nettolohn ist das Gehalt (Arbeitsentgelt), das nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben übrig bleibt: Nettolohn = Bruttolohn minus Abzüge. Die Abzüge werden in Steuern und Sozialabgaben unterteilt.

Was nach Abzug aller Posten auf dem Kontoauszug zu sehen ist, ist das verfügbare Nettogehalt. Je höher der Verdienst eines Arbeitnehmers ist, desto höher sind logischerweise die gesetzlichen Abzüge. Nettolohn ist also immer die aus Sicht des Geldempfängers steuerbereinigte Version, während Bruttolohn noch steuerbereinigt werden muss.

Lohnsteuerfreibeträge

Du kannst sicherlich Deine monatliche Gehaltsauszahlung mit persönlichen Lohnsteuerfreibeträgen erhöhen. Für besondere abzugsfähige Aufwendungen kannst Du beim Finanzamt einen so genannten Freibetrag in die Lohnsteuerkarte eintragen lassen.

Bis zum 30. November kannst Due Freibeträge für Werbungskosten, die höher als 1000 Euro ausfallen, Sonderausgaben und außergewöhnliche Belastungen beantragen und senken damit Deine persönliche Lohnsteuer. Freibeträge für Hinterbliebene, Behinderte und Kinder unter 18 Jahren müssen nicht neu beantragt werden.

Nettolohn

Steuerklassen

Die Steuerklasse hat einen Einfluss auf die Höhe des verbleibenden Nettolohn. Durch eine günstige Wahl Deiner Steuerklassen können vor allem Ehepaare und eingetragene Lebenspartner Deine Nettoeinnahmen beeinflussen. Du solltst also jedes Jahr prüfen, ob Du die richtige Kombination der Steuerklassen z. B. nach einer Lohnerhöhung hast. Die jeweilige Steuerklasse ist auf der Lohnsteuerbescheinigung vermerkt. In Deutschland werden insgesamt sechs Steuerklassen unterschieden:

1 – ledige oder allein lebende Person ohne Kinder
2 – ledige oder allein lebende Person mit Kindern
3 – verheirateter Alleinverdiener
4 – verheiratete Doppelverdiener
5 – verheiratete Person mit geringen Bezügen
6 – bei zwei oder mehr sozialversicherungspflichtigen  Beschäftigungsverhältnissen
Was alles vom Brutto-Gehalt abgeht

Nettolohn = Bruttolohn minus Abzüge. Die Abzüge werden in Sozialabgaben und Steuern unterteilt.

1. Sozialabgaben (fast 20 % des Bruttolohns):
** Rentenversicherung (9,35 %, insgesamt 18,7 % mit Arbeitgeberanteil)
** Arbeitslosenversicherung (1,5 %,  insgesamt 3 % mit Arbeitgeberanteil)
** Pflegeversicherung (1,475 % für Kinderlose, sonst 1,275 %, insgesamt 2,8 % bzw. 2,5 % mit Arbeitgeberanteil)
** Krankenversicherung (7,3 %, insgesamt 14,6 % mit Arbeitgeberanteil – allerdings können die Kassen Zusatzbeiträge erheben, die nur der Arbeitnehmer tragen muss)

2. Steuern (bis zu 45 %):
** Der Eingangssteuersatz liegt bei 14 %
** Der Spitzensteuersatz beträgt 42 % (ab einem zu versteuernden Einkommen von 53666 Euro im Jahr 2017)
** Wer ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 254447 Euro hat, muss im Jahr 2016 sogar 45 % zahlen.
** Solidaritätszuschlag (5,5 % von Lohnsteuer) und Kirchensteuer (je nach Bundesland 8 % oder 9 % von Lohnsteuer).


Änderungen Nettolohn 2017

1. Der Beitragssatz in der Pflegeversicherung steigt um 0,2 Prozentpunkte auf 2,55% bzw. 2,80% für Kinderlose.
2. Der Grundfreibetrag wird auf 8.820€ angehoben (8.652€ in 2016).
3. Der Kinderfreibetrag steigt um 108€ auf 7.356€.

Nettolohn online berechnen

(Dein verbleibender Nettolohn nach Abzug der üblichen Steuern und Abgaben). Wichtig sind Angaben zu: Bundesland, Krankenversicherung, Rentenversicherung, Bruttoeinkommen, Kinder (die Kinderangabe ist wichtig für die Anzahl der Freibeträge. Getrennt lebende Elternteile können den Kinderfreibetrag aufteilen.

Haben z.B. Elternteile ein gemeinsames Kind sowie ein weiteres welches von einem der Partner stammt, wird ein Freibetrag von 1,5 angegeben), Steuerklasse und Steuerfreibetrag. Du kannst auch online Deinen Nettolohn hier oder hier berechnen lassen.

 

Quelle:
http://www.brutto-netto-rechner24.de
https://www.nettolohn.de
http://www.n-heydorn.de

Was bedeutet Nettogehalt und wie wird er berechnet?

Über Nettogehalt

Das Nettogehalt (Nettoeinkommen) ist der Betrag, der tatsächlich an den unselbständig Beschäftigte bzw Arbeitnehmer ausgezahlt wird. Nettoeinkommen der privaten Haushalte bezeichnet das Einkommen, das dem einzelnen Haushalt nach Abzug aller Abgaben, Steuern und Beiträge für Pflichtversicherungen für den privaten Verbrauch zur Verfügung steht.

Vom Bruttolohn werden neben der Lohnsteuer und dem Solidaritätszuschlag auch die Sozialversicherungsbeiträge abgezogen. Die weiteren Abzüge, die den Auszahlungsbetrag senken, erfolgen vom Nettogehalt und nicht vom Bruttogehalt. Verwendet wird für Nettoeinkommen auch der Begriff „Verfügbares Einkommen“.

Netto und Brutto

Das Nettogehalt ist bei den meisten Arbeitnehmern wesentlich geringer als das Bruttogehalt. Das liegt an den hohen Sozialversicherungsabgaben. Mehr Nettogehalt bei gleichem Bruttogehalt ist aber möglich, wenn man in eine günstigere Krankenkasse wechselt. Die Begriffe “Brutto” und “Netto” stammen aus dem Italienischen und bedeuten etwa “unbearbeitet” und “sauber”. Ob ein Betrag nun unbearbeitet oder sauber ist, hängt davon ab, ob die Steuern und Sozialabgaben bereits abgezogen wurden oder nicht.

nettogehalt

Beim Brutto-Betrag sind neben dem Grund-Preis noch Steuern und Sozialabgaben hinzugerechnet. Der Netto-Betrag ist hingegen um diese Werte reduziert. Mit anderen Worten entspricht der Brutto-Wert dem Netto-Betrag plus Steuern und Sozialabgaben. Auf Deiner Gehaltsabrechnung ist deshalb das Brutto-Gehalt stets höher als das Netto-Gehalt. Wie hoch der Unterschied genau ist, hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Hierzu zählen etwa die Höhe Deines Einkommens und die Steuerklasse.

Die Steuerklasse

* Die Lohnsteuerklassen sind für die Besteuerung des Arbeitseinkommens.
* In Deutschland gibt es sechs verschiedene Lohnsteuerklassen.
* Welche Lohnsteuerklasse Du erhältst, entscheidet in erster Linie Deiner Familienstand.
* In bestimmten Fällen kann man die Lohnsteuerklasse wechseln. Ehepaare haben mehrere Möglichkeiten, welche Lohnsteuerklasse sie wählen.

Die Höhe Deiner Lohnsteuer, des Solidaritätszuschlags und der Kirchensteuer richtet sich in Deutschland unter anderem (neben der Einkommenshöhe) nach Deiner Steuerklasse.

Es gibt in der BRD folgende sechs Lohnsteuerklassen:

Steuerklasse I: Ledige, verwitwete oder geschiedene ohne Kinder.
Steuerklasse II: Alleinerziehende ledige, verwitwete oder geschiedene mit Kindern.
Steuerklasse III: Verheirateter Alleinverdiener oder Doppelverdiener bei dem der andere Ehegatte auf Antrag beider die Steuerklasse V hat. Empfiehlt sich für Ehegatten, mit einem Vielverdiener (Steuerklasse III) und einem Wenigverdiener (Steuerklasse V).
Steuerklasse IV: Verheirateter Doppelverdiener, empfiehlt sich für Ehegatten, bei denen beide ungefähr gleichviel verdienen.
Steuerklasse V: Siehe Steuerklasse III.
Steuerklasse VI: Bei zusätzlicher Lohnsteuerkarte für ein weiteres Dienstverhältnis (Für einen Nebenverdienst).

Übrigens: Deine Lohnsteuerklasse ist auf Deiner Lohnsteuerkarte vermerkt.

steuer

Was alles vom Brutto-Gehalt abgeht

Alleine auf die Sozialversicherungen entfallen fast 20 Prozent des Bruttoeinkommens:
a. Rentenversicherung: 9,35% (insgesamt 18,7% mit Arbeitgeberanteil)
b. Arbeitslosenversicherung: 1,5% (insgesamt 3% mit Arbeitgeberanteil)
c. Pflegeversicherung: 1,425% für Kinderlose, sonst 1,175% (insgesamt 2,6% bzw 2,35% mit Arbeitgeberanteil)
d. Krankenversicherung: 7,3% (14,6% mit Arbeitgeberanteil) – allerdings können die Kassen Zusatzbeiträge erheben, die nur der Arbeitnehmer tragen muss.

An Steuern kommt noch einmal bis zu 45 Prozent dazu:
e. Der Eingangssteuersatz liegt bei 14%.
f. Der Spitzensteuersatz beträgt 42% (ab einem zu versteuernden Einkommen von 53.666 Euro im Jahr 2016). Wer ein zu versteuerndes Einkommen von mehr als 254.447 Euro hat, muss 2016 sogar 45% zahlen (also sei bitte nicht neidisch auf steinreiche Freunde).

Online-Rechner

Mit diesem Online-Gehaltsrechner kannst Du genau ausrechnen, wie hoch Dein Netto-Gehalt sein wird.

rechnerÄnderungen Nettolohn 2016

– Der Grundfreibetrag wird auf 8652€ angehoben (8472€ in 2015).
– Der Kinderfreibetrag steigt um 96€ auf 7248€.
– Der durchschnittliche Zusatzbeitrag zur Krankenversicherung steigt von 0,9% auf 1,1%.

 

Quelle:
https://www.gehalt.de
http://www.brutto-netto-rechner.info
www.steuerklassen.com
http://www.focus.de
https://www.nettolohn.de
https://de.wikipedia.org/wiki/Nettoeinkommen