Tipps für das Job Interview

Das Ziel ist fast erreicht. Dein Lebenslauf hat es zur Spitze des Stapels geschafft, und dir ein Vorstellungsgespräch verschafft. Nun ist es Zeit, das Geschäft zu besiegeln. Also was tut man als nächstes – richtig, intensiv vorbereiten! Doch dazu gehört so einiges, und nicht alles davon wird dir selber durch den Kopf schwirren, daher ist es immer gut, sich ein paar Tipps zu holen.

Es gibt Leute, die behaupten, je weniger man sich vorbereite, desto überzeugender könnte man in einem Interview sein, desto mehr sei man “man selbst”. Doch das dürfte in der Regel daneben gehen, oder der Stellenbewerber hat großes Glück. Es kommt zwar immer auf die Stelle an, auf die man sich bewirbt, doch hier sind einige Tipps, die fast alle gemeingültig sind:

  • Nutze wiederkehrende Fragen, um zu glänzen:

Bei jedem Interview tauchen immer auch die beliebten alten Fragen auf. Bereite dich darauf vor. Und auch, wenn du diese schon hundertmal vorher gehört hast, lasse dir das auf keinen Fall anmerken. Ganz im Gegenteil, je entspannter und freundlicher du Antwort auf die Frage geben kannst, wo du dich in fünf Jahren siehst. desto bessser kommt es bei deinem Gegenüber an. Übe das entspannte Lächeln!

  • Kleide dich professionell

Es scheint unnötig, dies zu betonen, doch zu viele Leute vergessen es oder halten es nicht für nötig. Auch wenn du selbst dich lieber leger siehst, es ist ein Zeichen von Respekt gegenüber deinem Interviewpartner und signalisiert ihr oder ihm ebenfalls, dass du bereit bist, dich ins Zeug zu legen.

Stelle informierte, intelligente Fragen

Studien zeigen, dass Arbeitgeber das Interesse der Bewerber an der Stelle danach beurteilen, ob der Bewerber Fragen stellt. Daher, auch wenn der Interviewpartner eine sehr ausführliche Übersicht gegeben hat, stelle immer noch ein paar Fragen. Dies sind Beispiele für Fragen, die du stellen kannst, die Interesse zeigen, und auch, dass du ernsthaft nachdenkst:

  • Was ist Ihrer Meinung nach die größte Herausforderung für das Unternehmen in nächster Zukunft? Und, in diesem Zusammenhang, für den Inhaber dieser Position?
  • Warum haben Sie angefangen, hier zu arbeiten? Und was hält Sie im Unternehmen
  • Sei informiert

Bleib am Ball bei dem, was bei deinem zukünftigen Arbeitgeber geschieht z.B. mit Google Alerts: Du bewirbst dich auf eine Stelle bei der Firma ABC. Richte dir einen Google Alert ein, damit du nichts, absolut keine Neuigkeit über Firma ABC verpasst, und lasse dir Alerts auf deine Email senden. Das Wichtigste ist dann jedoch: Zeige beim Gespräch auch, dass du informiert bist, und lasse diese Info einfließen.

  • “Saubere” Social Media

Lasse nicht deine eigenen albernen Witze den neuen Job verbauen. Räume dein Facebook auf! Wir haben sie alle, diese kleinen Peinlichkeiten. Wer hat vor fünf Jahren auch schon daran gedacht, dass ihm Jahre später ein potenzieller Arbeitgeber auf den Fersen sein könnte. Und doch ist es so. 81 % der Unternehmen schauen sich das Facebook Profil eines Bewerbers an. Mit dem Social Sweepster oder anderen Tools kann man seine Social Media nach den verfänglichen Posts durchsuchen, und diese löschen lassen.

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Stellenbewerbung leicht gemacht? So macht man es richtig!

Der Jobmarkt ist heiß umkämpft, und Bewerber schreiben sich die Finger wund, eine Stellenbewerbung nach der anderen, und kämpfen mit Vorstellungsgesprächen, die oft ins Nichts führen. Wer auch mal einen unkonventionelleren Weg geht, kann sicher sein, dass er zumindest versucht hat, seinem Glück auf die Sprünge zu helfen. Der erste Eindruck ist sehr wichtig, deshalb ist das Anschreiben sehr wichtig. Es muss informativ sein, und einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen.  

Das Anschreiben

Das Anschreiben bei einer Stellenbewerbung ist förmlich. Doch dies ist nur die äußere Form. Im Anschreiben ist es wichtig, auszudrücken, warum man sich gerade auf diese Stelle bewirbt, und in welcher Form man hofft, sich in das Unternehmen am besten einbringen zu können, und einen Mehrwert zu schaffen. Kein Arbeitgeber will hören, dass man sich bewirbt, weil man gerade Arbeit sucht. Und ein Standardanschreiben, welches für jede Bewerbung verwendet wird, wird auch schnell als solches erkannt. Verfasse dein Anschreiben darum immer wieder neu, gezielt auf die Position und deine Qualifizierung für diesen Bereich.

Der Lebenslauf in der Stellenbewerbung

Das Format einer Bewerbung hat sich über die letzten 20 Jahre enorm geändert. Die chronologische Auflistung bisheriger Tätigkeiten ist nicht mehr geeignet, um die Aufmerksamkeit eines Personalbeauftragten auf sich zu ziehen. Das moderne Format ist wesentlich ansprechender, man kann seine Fähigkeiten besser ins Licht rücken, die besten Fähigkeiten und Erfahrungen gleich zu Anfang des Lebenslaufs herausstellen, und so die Aufmerksamkeit des Lesers gleich in die richtige Bahn lenken!

  • Die letzten 10 Jahre sind genug
  • Jobrelevante Fähigkeiten betonen

Der Lebenslauf sollte nicht zu lang sein

In den Lebenslauf muss man nicht jede Arbeitsstelle eintragen. Dies gilt insbesondere für ältere Bewerber, die viele verschiedene Positionen hatten, und über sehr viel Erfahrung verfügen und auch für jüngere Bewerber, die sehr oft die Stelle gewechselt haben. Wenn man die letzten 10 Jahre angibt, dann ist das mehr als genug. Auch sollten die letzten Positionen aussagekräftig sein.

Stellen nach Relevanz listen

Es kommt vor, dass die letzte oder auch die letzten zwei Arbeitsstellen für die Position auf die man sich bewirbt, keinerlei Relevanz hat. Dann sollte man die Stelle in den Vordergrund rücken, bei der man Fähigkeiten unter Beweis gestellt, und Erfahrungen gesammelt hat, welche diese Relevanz besitzen, auch wenn diese Stelle etwas zurückliegt. Wenn man sich z.B.. auf eine Stelle im Vertrieb bewirbt, dann soll unbedingt jegliche Erfahrung in diesem Bereich betont werden.

Volontärtätigkeiten und weiterführende Studien

In den Lebenslauf gehören nicht nur Arbeitsstellen. Auch jegliche Tätigkeiten, die man auf Volontärbasis ausgeführt hat, oder Studiengänge, mit denen man sich nebenher befasst hat, gehören dort hinein. Auch Online-Studien z.B. wie Marketingstudien, E-Commerce-Studien, die nicht offiziell zertifiziert wurden. Hat man ein Zertifikat, wie man sie z.B. bei Google Online-Studien im SEO-Bereich bekommt, umso besser. Hat man kein Zertifikat vorzuweisen, dann sollte man im Idealfall aber doch besser die Fähigkeit vorweisen können, die man erlernt hat.

Keine Lücken im Lebenslauf

Wir alle haben Lücken im Lebenslauf. Doch in der Regel haben wir irgendetwas zu diesen Zeiten gemacht, wo wir nicht in einem festen Angestellten- oder Arbeitsverhältnis waren. Dies können Studien oder außerberufliche Aktivitäten sein. Im Lebenslauf sieht eben alles besser aus als Untätigkeit, auch eine Weltreise kann hier Eindruck machen. Nicht flunkern, aber eben doch auch das eigene Licht nicht unter den Scheffel stellen.

Empfohlener Artikel: 5 Tipps für die Jobsuche -Arbeitssuche leicht gemacht!

5 Tipps für die Jobsuche -Arbeitssuche leicht gemacht!

Die Arbeitssuche ist ein heikles Thema, und kann mit extrem viel Aufwand verbunden sein. Zunächst muss man Arbeitsstellen finden, auf die man sich bewerben möchte, dann eine Bewerbung schreiben – mit etwas Glück folgen Vorstellungsgespräche, eines oder gleich mehrere. Wenn man Pech hat, dann bekommt man die Stelle nicht, und muss weitersuchen.

Die erste Regel ist, sich auf Stellen zu konzentrieren, die man wirklich  interessant findet, und für die man geeignet ist.

Die Position muss zu dir und deinem Profil passen!

Sich wahllos auf Stellen zu bewerben, weil man zurzeit keinen Job hat, bringt weder dem Bewerber noch dem Unternehmen etwas. Daraus resultieren leidenschaftslose Bewerbungen und Interviews. Und spätestens, wenn man in einem solchen Job tatsächlich angenommen wird, merkt man, dass es ein Fehler war, und bleibt erst einmal unglücklich auf einer Position sitzen.

Jobsuche im Internet – nutze alle Möglichkeiten der erweiterten Suche

Was immer deine speziellen Fähigkeiten auch sein mögen, bringe sie durch die erweiterten Suchoptionen von z.B. Monster.com oder Stellenanzeigen.de zum Strahlen. Du hast Ahnung von Vertrieb und sprichst gleichzeitig 3 Fremdsprachen? Gebe diese zur Auswahl hinzu.

Knüpfe Kontakte und gehe zu Jobbörsen und Jobmessen

Selbst wenn du gerade keinen Job suchst, es ist immer interessant, neue Leute kennenzulernen, und den eigenen Horizont ein wenig zu erweitern. Und vielleicht fällt dir ja hier ein Job auf, für den du deinen jetzigen gerne hergeben würdest.

Die Konkurrenz schläft nicht, so heißt es, und dies entspricht der Wahrheit. Wir müssen uns also immer darüber im Klaren sein, dass es andere Leute gibt, die ebenfalls Arbeit suchen, möglicherweise die gleichen Qualifikationen haben, und sich sogar auf denselben Job bewerben. Deshalb ist es ganz wichtig, dass man seine Bewerbung ganz gezielt gestaltet. Das Einzige was einzigartig ist, sind wir selbst – und hier fängt unsere Verkaufstechnik an.

Das Killer-Anschreiben

Das Anschreiben muss überzeugen. Es ist der erste Eindruck, den der Personalbeauftragte erhält, und es kann in Sekundenschnelle darüber entscheiden, ob die Bewerbung auf dem Tisch bleibt, oder in der Mülltonne landet. Der erste Absatz muss aussagekräfig sein – was interessiert dich an der Stelle, und warum bist du die richtige Person für den Job? Denk darüber nach, bevor du dich bewirbst, denn der Arbeitgeber kauft deine Fähigkeit, dem Betrieb einen Mehrwert und Engagement zu bringen.

Den Lebenslauf der Position anpassen

Jede ausgeschriebene Position hat bestimmte Besonderheiten. Im eigenen Lebenslauf kann man die Fähigkeiten herausstellen, die sich besonders gut für diese Stelle eignen. Dies kann man auch sehr deutlich machen, indem man diese besonderen Fähigkeiten in einer kurzen Übersicht unter der Rubrik “Profil” aufführt. Steht dieses kurze aber gezielte Profil gleich am Anfang des Lebenslaufs, dann zeigt es dem Personalchef direkt, mit welcher Art Bewerber er es zu tun hat.

Noch ein paar Interview-Tipps!

Vorstellungsgespräch
Vorstellungsgespräch

Quelle: Pixabay

  • Kleide dich professionell. Ganz gleich, ob du dich als Gärtner, Buchhalter oder neuer Direktor bewirbst, du solltest nicht in Alltagskleidung oder ungekämmt zum Vorstellungsgespräch erscheinen.
  • Sei du selbst! Versuche nicht, eine Rolle zu spielen, die meisten Personalchefs sind erfahrene Menschenkenner und durchschauen das Spiel sowieso.
  • Gute Vorbereitung. Lerne alles, was du über das Unternehmen herausfinden kannst, und beweise, dass du dich tatsächlich dafür interessierst.
  • Rede nicht negativ über deinen letzten Arbeitgeber. Egal, wie das letzte Arbeitsverhältnis zu Ende ging, bleibe neutral.
  • Sende ein kurzes Dankschreiben. Verfasse nach dem Gespräch eine kurze E-Mail, wenn möglich, und bedanke dich für die Einladung und das Gespräch. Es bringt dich in Erinnerung und gibt dir gleichzeitig eine letzte Gelegenheit, etwas mitzuteilen, was du vielleicht im Gespräch vergessen hast.